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Die Zukunft planen

Die Welt ist im Ausnahmezustand. Verständlicher Weise. Ausgangssperren, Quarantäre, freiwilliger Verzicht auf unsere Freiheitsrechte. Die Bedeutung vieler Fragen wächst: Wen treffen wir? Was machen wir? Wie können wir weiterhin ein soziales Leben führen, obgleich mit minimalem physischen Kontakt? Wie können wir uns und alle anderen möglichst gesund halten?

Für uns von “Das gleiche WORT”, wie für weltweit unzählige Projekte ganz gleich welcher Ausrichtung, ist eine Situation wie diese verheerend. Denn unser Schwerpunkt liegt darauf, sich miteinander auszutauschen, Musik zu machen, in Kontakt zu treten – und zwar in Fleisch und Blut, nicht ausschließlich virtuell (und ja, der virtuelle Austausch hilft, aber…).

Bis vor kurzem hatte ich mich damit beschäftigt, ein Treffen des Teams in Deutschland zu planen, das im Sommer stattfinden sollte. Flüge, Hotels, Unternehmungen wollten recherchiert und gebucht werden. Nun schließen stattdessen die Grenzen, der weltweite Flugverkehr ist bis auf weiteres zu großen Teilen ausgesetzt, Hotels machen dicht. Und – was waren nochmal Veranstaltungen? Wie lange diese Restriktionen andauern, ist derzeit nicht abzusehen.

Das Team im Januar 2020 in New York. Foto: S. Kirchberger

All diese Unsicherheiten bedeuten allerdings nicht, dass wir die Zeit hilf- und tatenlos verstreichen lassen müssen. Wir sind in der komfortablen Lage, zumindest teilweise von zuhause aus arbeiten zu können, wir sind sicher, haben Strom und Wasser, ein Dach über dem Kopf und gefüllte Vorratsschränke. Und wenn uns die Decke auf den Kopf fällt, dann können wir noch immer rausgehen, die Frühlingssonne genießen und der Natur beim Erwachen zusehen.

Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die Chance.

Victor Hugo

Dieses Victor Hugo zugeschriebene Zitat fiel mir vor kurzem in die Hände. Nutzen wir also die Chancen, die sich uns nun bieten. Nutzen wir Zeit, die wir aufgrund unseres geänderten Alltags anders einteilen können. Freuen wir uns über die Zugewandtheit, mit der sich die Menschen derzeit begegnen. Machen wir das Beste aus der aktuellen Situation. Arbeiten wir so gut es geht weiter an unseren Projekten: Damit sie in naher Zukunft, wenn sich ein neues Normal entwickelt hat, direkt durchstarten können.